Burg Bassenheim


Die heutige Burg Bassenheim hat ihren Ursprung im 16. Jahrhundert, welche damals als Befestigungsanlage mit einem Wassergraben errichtet wurde. Sie wurde seitdem mehrmals umgebaut und ist im 18. Jahrhundert als Gutshof degradiert, die ab dann vor allem armen Familien zum Unterschlupf diente.
 
Die Grafen Waldbott von Bassenheim sehnten sich im 18. Jahrhundert nach einem Bau der gehobenen Wohnkultur dieser Zeit und wohnten daher schon lange nicht mehr dauerhaft in der Burg, sondern in den Adelshöfen in Koblenz, Mainz und Frankfurt. Daher ließen sie sich 1788 durch den kurtrierischen Hofbaumeister Michael Wirth an anderer Stelle am oberen Parkeingang ein Schloss im Rokokostil errichten.
 
Erst 1874 ließ Julius Raschdorff das Schloss abreißen und errichtete am gleichen Ort ein neues Schloss im Stil der „Deutschen Renaissance“.
Die Burg Bassenheim wurde in dieser Zeit durch Raschdorff wiederhergestellt und erfuhr eine Umgestaltung.
 
Durch den Trierer Architekten Brand wurde die Burg dann 1914-1917 grundlegend umgebaut und erhielt einen neuen Anbau.
 
Das Raschdorff’sche Schloss sollte ursprünglich durch einen neuen Bau ersetzt werden. Diese Pläne wurden jedoch nicht realisiert. Im Ersten Weltkrieg diente es dann als Kriegslazarett und wurde 1938 wegen Baufälligkeit abgerissen.
 


Quelle: u.a. Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Rheinische Kunststätten, Nr. 296, Bassenheim, 1984.